Der Welttraum
Unter der Leitung von Dr. Mundos und Dr. Somnio.
Nach bisher unveröffentlichten Überlieferungen
des WELTTRAUM-Instituts.
Mittwoch, 20. Juli 2011: von 13 bis 17 Uhr
Donnerstag, 21. Juli 2011: von 10 bis 18 Uhr
Freitag, 22. Juli 2011: von 10 bis 21 Uhr
HTW Berlin, Campus Wilhelminenhof
Wilhelminenhofstraße 75A
12459 Berlin
(Eingang Gebäude A, direkt im Foyer)
Unter der Leitung von Dr. Mundos und Dr. Somnio.
Nach bisher unveröffentlichten Überlieferungen
des WELTTRAUM-Instituts.
Es war ein taufrischer Morgen im Herbst des Jahres 1901, als Prof. Dr. Mundos und Prof. Dr. Somnio ihre Versuchsreihe unterbrachen, die menschliche Angst zu ergründen und diese in einem einmaligen Werk festzuhalten. Auf dem Hof eines befreundeten Tierarztes lud eine handvoll großgewachsener Männer Gerätschaften, die einer fremden Epoche zu entstammen schienen, auf einen Wagen. Mit Argusaugen beobachteten die beiden Wissenschaftler die Prozedur, als einer der Bediensteten mit einem leisen Hüsteln auf sich aufmerksam machte. Der siebte Proband war spurlos verschwunden und damit der letzte aus ihrer Versuchsreihe. Etwas in der Art befürchteten die beiden Ärzte, die über den Sommer hinweg mehr oder weniger freiwillige Versuchsobjekte verloren haben — und so hatten sie Vorkehrungen getroffen. Der Mangel an Probanden zwang sie dazu, unkonventionelle Wege zu gehen.
Wessen Idee es letztendlich war, die Experimente nicht nur auf einem Jahrmarkt fortzuführen, sondern dafür gar Eintritt zu verlangen, lässt sich im Nachhinein nicht mehr sagen. Dass die beiden Doktoren allerdings nach der ersten Vorstellung gemeinsam mit einem jungen Mädchen ebenfalls spurlos verschwanden, ist ein ungleich tragischeres Rätsel. Lediglich ein Notizblock mit kryptischen Aufzeichnungen fand die Gendarmerie in dem Zelt, das die Wunder des WELTTRAUMs anpries. Weitere Unterlagen konnten in den Büros der Wissenschaftler sichergestellt werden. Diese wurden dem Finanzier übergeben, nachdem er nachweisen konnte, die finanzielle Verantwortung des Projekts vor Monaten übernommen zu haben.
Über 100 Jahre waren die Unterlagen verschollen, bis sie von einer Gruppe Studenten bei einer Ausgrabung in Berlin wiederentdeckt wurden.
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